Torsten Hirschberger
"Ein erstes Buch entstand in einem DIN-A5-Heft. Ich war Grundschüler. Der Verlag war ich selbst, das Honorar bestand aus guter Laune, und aufgehört zu schreiben habe ich seitdem nicht mehr.
Das Heft gibt es übrigens noch heute. Die Geschichte ist nie ganz fertig geworden. Irgendwo im Universum schweben ihre Heldinnen und Helden noch immer durch den Weltraum und warten auf das letzte Kapitel und ihre glückliche Rückkehr zur Erde. Zum Glück ist mir das bei meinen späteren Büchern und Theaterstücken besser gelungen. Heute dürfen meine Figuren ihre Geschichten in der Regel bis zum Ende erleben.
Ob es daran liegt, dass ich im Jahr der Mondlandung geboren wurde, weiß ich nicht. Die Faszination für ferne Welten, ungewöhnliche Ideen und die großen Fragen des Lebens begleitet mich jedenfalls schon mein ganzes Leben.
Viele Jahre war ich Lehrer und hatte das große Glück, Geschichten nicht nur selbst zu schreiben, sondern sie gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern auf die Bühne zu bringen. In einer AG für Kreatives Schreiben entstanden darüber hinaus zwei gemeinsame Bücher, die wir veröffentlichten. Zahlreiche meiner Theaterstücke wurden an meiner Schule und an vielen weiteren Schulen aufgeführt. Dabei habe ich gelernt: Eine Geschichte ist dann besonders lebendig, wenn sie Menschen zum Lachen bringt, sie berührt und sie noch auf dem Heimweg begleitet.
Heute schreibe ich Kinder- und Jugendbücher, Theaterstücke sowie spirituelle und philosophische Bücher. Was all diese Geschichten verbindet? Humor, Fantasie, ein wenig Abenteuer und die Hoffnung, dass nach der letzten Seite vielleicht noch ein Gedanke weiterlebt.
Ideen gibt es noch viele. Solange Geschichten den Weg zu mir finden – oder ich zu ihnen –, werde ich sie aufschreiben. Denn manche lassen einem einfach keine andere Wahl."