


Charaktere: 15 | 2m, 2w, 11 n
Besetzung: mind. 9 Darsteller | Variationen und Doppelbesetzung möglich
Spieldauer: 50
Spielalter: Erwachsene, Jugendliche, Kinder
Publikum: Ab 4
Szenen/Akt: 8
Bilder: 6 (auch minimal umsetzbar)
Tarif: 6
Mindestgebühr/Auff.: 45,00 EUR
Professor Zimt van Stern und das Weihnachtsgeheimnis
Professor Zimt van Stern erforscht Weihnachten – und liebt es, die Geschichten hinter der Winterzeit zu entdecken.
Doch in diesem Jahr ist etwas anders: Weihnachts- und Winterfiguren aus aller Welt sind verärgert, weil der Weihnachtsmann immer im Mittelpunkt steht.
Von La Befana aus Italien, über Shèngdàn Lǎorén aus China und Ayaz Ata und Kar Kiz aus den schneereichen Regionen der Türkei – alle haben sich zu der streng geheimen Anti-Weihnachtsmanngruppe F.L.O.C.K.E zusammengeschlossen.
Professor Zimt macht sich mit euch auf den Weg, um das geheime Treffen von F.L.O.C.K.E. zu belauschen.
Doch was plant diese bunte Truppe wirklich? Und wird es Professor Zimt van Stern mit Hilfe einiger Weihnachtselfen gelingen Weihnachten zu retten?
Professor Zimt van Stern liebt Weihnachten und ganz besonders die Geschichten, Bräuche und Figuren, die sich rund um die Winterzeit entwickelt haben. In diesem Jahr stößt er jedoch auf ein ungewöhnliches Geheimnis: Weihnachts- und Winterfiguren aus verschiedenen Teilen der Welt haben sich zur geheimen Gruppe F.L.O.C.K.E. zusammengeschlossen.
La Befana aus Italien, Shèngdàn Lǎorén aus China, Ayaz Ata und Kar Kiz aus den schneereichen Regionen der Türkei und weitere Figuren fühlen sich vom allgegenwärtigen Weihnachtsmann in den Hintergrund gedrängt. Professor Zimt macht sich auf, das geheimnisvolle Treffen zu belauschen – und entdeckt dabei eine überraschend vielfältige Welt von Weihnachts- und Wintertraditionen.
Das Stück verbindet eine fantasievolle Geschichte mit einem spielerischen Blick auf unterschiedliche kulturelle Vorstellungen von Weihnachten und Winter. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen nach Vielfalt, Tradition, Gemeinsamkeit und dem Umgang mit unterschiedlichen Bräuchen.
Die Kinder erleben: Weihnachten sieht nicht überall auf der Welt gleich aus – und gerade darin liegt sein besonderer Reiz.
Die Geschichte verbindet eine klassische Abenteuersituation mit einer Reise durch unterschiedliche kulturelle Traditionen.
Professor Zimt van Stern: neugieriger Forscher, Erzähler und Vermittler. Er führt das Publikum durch die Geschichte und ermöglicht den Kindern, gemeinsam mit ihm die verschiedenen Weihnachts- und Winterfiguren kennenzulernen.
Die Mitglieder von F.L.O.C.K.E.: Sie verkörpern unterschiedliche kulturelle Traditionen und Vorstellungen rund um Weihnachten und Winter. Ihre anfängliche Verärgerung über die Dominanz des Weihnachtsmanns bildet den humorvollen Ausgangspunkt für die Begegnung.
La Befana: die italienische Weihnachts- bzw. Winterfigur eröffnet den Blick auf eine Tradition, die sich deutlich von der klassischen Weihnachtsmannvorstellung unterscheidet.
Shèngdàn Lǎorén: die chinesische Weihnachtsfigur erweitert den kulturellen Horizont und macht deutlich, dass Weihnachten auch außerhalb der christlich geprägten europäischen Traditionen eigene Formen und Bilder entwickelt hat.
Ayaz Ata und Kar Kiz: die Figuren aus den schneereichen Regionen der Türkei bringen weitere Vorstellungen von Winter, Geschenken und winterlichen Bräuchen in die Geschichte ein.
Die Weihnachtselfen: Sie unterstützen Professor Zimt und bieten zusätzliche Möglichkeiten für humorvolles, bewegtes und fantasievolles Spiel.
Die Figuren sind dabei weniger psychologisch komplexe Charaktere als vielmehr Botschafter unterschiedlicher kultureller Vorstellungen und Traditionen.
Das Stück bietet besonders Kindern zahlreiche Möglichkeiten, in sehr unterschiedliche Figuren und Rollen zu schlüpfen.
Dabei können sie erforschen:
Die unterschiedlichen Figuren laden zu fantasievoller Körper-, Sprach- und Improvisationsarbeit ein.
Wichtig ist dabei eine spielerische und respektvolle Auseinandersetzung mit den jeweiligen Kulturen, ohne in stereotype Darstellungen oder nachgeahmte „Akzente“ abzurutschen.
Die größte theaterpädagogische Stärke des Stückes liegt in seiner kulturellen Vielfalt.
Die Kinder können entdecken:
Dabei kann deutlich werden, dass hinter vielen Festen ähnliche Bedürfnisse stehen: Gemeinschaft, Wärme, Hoffnung, Freude und das Erzählen von Geschichten.
So wird aus dem vermeintlichen Wettbewerb der Weihnachtsfiguren eine Entdeckungsreise zu Gemeinsamkeiten und Unterschieden.
Die Inszenierung kann die internationale Reise von Professor Zimt mit einfachen, aber wirkungsvollen Mitteln sichtbar machen.
Mögliche Gestaltungselemente:
Die Bühne kann sich so von einer Station zur nächsten verwandeln, ohne dass realistische Schauplätze benötigt werden.
Weihnachten und Winter sind stark mit Musik und Ritualen verbunden. Das bietet eine besonders gute Möglichkeit, kulturelle Unterschiede nicht nur zu erklären, sondern spielerisch erfahrbar zu machen.
Mögliche theaterpädagogische Übungen:
Die Kinder können beispielsweise gemeinsam ein neues Ritual entwickeln, das Elemente verschiedener Traditionen miteinander verbindet.
Die F.L.O.C.K.E.-Gruppe bietet einen hervorragenden Ausgangspunkt für Ensemblearbeit.
Zunächst stehen die Figuren für ihre jeweils eigene Tradition. Im Verlauf der Geschichte müssen sie jedoch erkennen, dass sie trotz ihrer Unterschiede ein gemeinsames Anliegen haben.
Daraus ergeben sich Fragen wie:
So lässt sich das zentrale Thema des Stückes – Vielfalt statt Einfalt – unmittelbar in der Ensemblearbeit erfahren.
Nach der Aufführung können die Kinder ihre eigenen Erfahrungen und Vorstellungen einbringen.
Mögliche Fragen:
Besonders schön ist die Frage:
Wenn alle Weihnachtsfiguren der Welt gemeinsam ein Fest feiern würden – wie würde es aussehen?
Gemeinsam wird eine Weltkarte betrachtet. Die Kinder ordnen die Figuren ihren Regionen zu und sammeln, was sie über deren Traditionen wissen.
Jedes Kind entwickelt eine eigene Weihnachts- oder Winterfigur:
Anschließend können die Figuren in kurzen Improvisationen zusammentreffen.
Die Kinder improvisieren eine eigene geheime Versammlung der Weihnachts- und Winterfiguren. Jede Figur bringt einen Vorschlag mit, wie Weihnachten in Zukunft gefeiert werden sollte.
In Kleingruppen entwickeln die Kinder ein eigenes Winterritual aus Bewegung, Sprache, Musik und einfachen Gegenständen.
Improvisationen zu Fragen wie:
Zum Abschluss entwickeln die Kinder gemeinsam ein Fest, bei dem verschiedene Traditionen miteinander verbunden werden. Dabei können Musik, Bewegung, Geschichten und Rituale aus unterschiedlichen Regionen einfließen.
Professor Zimt van Stern und die geheime F.L.O.C.K.E. ist ein fantasievolles und unterhaltsames Weihnachtsmärchen, das Kindern auf spielerische Weise einen Blick über die eigene Weihnachtstradition hinaus ermöglicht.
Die Begegnung mit La Befana, Shèngdàn Lǎorén, Ayaz Ata, Kar Kiz und den weiteren Figuren eröffnet eine kleine kulturelle Weltreise und macht erfahrbar, dass Weihnachten und Winter überall anders aussehen können – und sich hinter den unterschiedlichen Bräuchen dennoch viele gemeinsame Gedanken verbergen: Licht in der dunklen Jahreszeit, Gemeinschaft, Hoffnung, Freude und das Bedürfnis, miteinander zu feiern.
Theaterpädagogisch bietet das Stück zahlreiche Möglichkeiten für Rollen- und Körperarbeit, Improvisation, Musik, Bewegung und kulturelles Lernen. Gleichzeitig stärkt es die Fähigkeit, Unterschiede neugierig und wertschätzend wahrzunehmen.
Und vielleicht ist genau das die schönste Botschaft der Geschichte:
Weihnachten muss nicht überall gleich sein, um Menschen miteinander zu verbinden.